Zusammenarbeit

Landesregierung fördert Projekte im Donauraum

Das Ufer der Donau bei Ulm

Die Donauraum-Strategie ist ein zentraler Baustein der Europapolitik der Landesregierung. Im vergangenen Jahr hat das Land sieben neue Projekte unterstützt. Trotz Corona-Pandemie soll die lebendige Zusammenarbeit mit den Donauländern aufrecht erhalten werden.

„Wie in ganz Europa sind auch im Donauraum die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Krise erheblich. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass trotz all der Widrigkeiten und Hürden eine lebendige Zusammenarbeit mit den Ländern des Donauraums fortbesteht", betonte Staatsministerin Theresa Schopper. „Es freut mich deshalb besonders, dass wir auch im Jahr 2020 insgesamt sieben neue Projekte unterstützen konnten, die innovative Antworten auf die Krisensituation geben möchten.“

Lebendige Zusammenarbeit mit den Donauländern trotz Pandemie aufrecht erhalten

Im Jahr 2020 wurden aus dem Fonds des Staatsministeriums zur Umsetzung der EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) verschiedene Projekte mit insgesamt 600.000 Euro unterstützt. Die Projekte umfassen die von der Landesregierung definierten thematischen Schwerpunkte Wirtschaft, berufliche Bildung, Umwelt sowie Hilfe zur Selbsthilfe und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit im Kontext der EUSDR.

Mittelstand im Donauraum unterstützen

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie anfällig globale und weitverzweigte Zulieferketten in Krisen sein können. Vor diesem Hintergrund fördert das Staatsministerium in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium ein Projekt der ClusterAgentur Baden-Württemberg und weiteren Partnern. Dabei werden kleinere und mittlere Unternehmen im Donauraum, etwa in den Bereichen Gesundheitswirtschaft oder Bioökonomie, darin unterstützt, ihre Zulieferketten resilienter und heimatnäher zu gestalten – auch mit Hilfe der Digitalisierung“, betonte die Staatsministerin.

Auch der Tourismus im Donauraum sei von den Veränderungen durch die Pandemie stark betroffen. Das Donaubüro Ulm/Neu-Ulm wolle deshalb gemeinsam mit seinen Partnern aus vier Donauländern das bestehende Netzwerk der „Danube Guides“ nutzen, um neue Angebote in den Bereichen Umweltbildung und nachhaltiger Tourismus zu entwickeln und zu verstetigen.

Land fördert Angebote der beruflichen Bildung

Die berufliche Bildung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft steht im Fokus eines Projekts der Universität Hohenheim und ihrer Partner im rumänischen Banat. In dieser Region herrschen Temperaturen und Niederschläge, wie sie in Folge des Klimawandels in Zukunft auch für Baden-Württemberg zu erwarten sind. Deshalb birgt der vertiefte Austausch, etwa zu Themen wie der Anpassung des Pflanzenbaus, zur Reduzierung von umweltbedenklichen Pestiziden und Düngemitteln oder zur Wiederherstellung fruchtbarer Böden, für beide Seiten großes Potential.

Ebenfalls im Bereich der beruflichen Bildung ist ein Projekt der internationalen Akademie für allgemeine und berufliche Bildung (IAW) angesiedelt, das sich um Berufsausbildung und Beschäftigung von Informatikern und Ingenieuren in der Republik Moldau und der Ukraine kümmert. Im Rahmen des Projekts absolvieren Studenten und Hochschulabsolventen ein einjähriges Praktikum in baden-württembergischen Unternehmen. Nach ihrer Rückkehr setzen sie ihre Ausbildung fort, gründen Startups oder arbeiten für die baden-württembergischen Unternehmen von ihrem Heimatland aus.

Corona-Pandemie verschärft soziale Probleme

„Durch die Covid 19-Pandemie verschärfen sich auch bereits bestehende soziale Probleme, etwa für die Minderheit der Roma“, hob Schopper hervor. „Die Diakonie Württemberg plant vor diesem Hintergrund den Aufbau eines transnationalen Netzwerks im Bereich der sozialen und bildungsbezogenen Arbeit mit Roma im Donauraum. In so genannten Erprobungsphasen konzentriert sich das Projekt zunächst auf die Schwerpunkte Prävention von häuslicher Gewalt (Rumänien), Bildungsmaßnahmen zur Bekämpfung von Armut (Slowakei) und Beratungsgespräche mit mobilen Roma im Rahmen aufsuchender Sozialarbeit (Baden-Württemberg)“.

In einem weiteren Projekt unterstützt der Verein Pharos e.V. die Roma-Minderheit in Bosnien und Herzegowina beim Zugang zur öffentlichen Krankenversicherung. Das Projektkonsortium setzt sich bei den zuständigen Parlamenten der Kantone und bei den Städten und Gemeinden dafür ein, bestehende gesetzlichen Vorschriften und Durchführungsbestimmungen so anzupassen oder umzusetzen, dass Personen, welche die Kriterien der sozialen Bedürftigkeit erfüllen und bisher keine für sie beitragsfreie Krankenversicherung erhalten konnten, entsprechend über die Sozialämter krankenversichert werden.

Einsatz für die Belange der Zivilgesellschaft

„Baden-Württemberg setzt sich zudem auch weiterhin für die Belange der Zivilgesellschaft im Donauraum ein, so auch durch Unterstützung der Initiative Danube Streamwaves Digital, eines Netzwerkprojekts der Freien Radios im Donauraum. Mit dem Projekt des Vereins Radio freeFM aus Ulm sollen tragfähige Verbreitungswege für die freien Radios im Donauraum entwickelt und deren Präsenz auf allen digitalen Kanälen verbessert werden“, so die Staatsministerin weiter.

Strategie für den Donauraum der Europäischen Union

Staatsministerium: Donauraum

Zwei Männer arbeiten gemeinsam an einem Computer.
  • Corona-Hilfen

Härtefallhilfen und Fortführung des fiktiven Unternehmerlohns

Kameras stehen in einem Studio für die Übertragung der digitalen Version der Hannover Messe.
  • Wirtschaft

Baden-Württemberg-Auftritt auf digitaler Hannover Messe eröffnet

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zusammen mit der Mitbegründerin der „Selbsthilfegruppe für Lungenkrebskranke und ihre Angehörigen der Metropolregion Rhein-Neckar", Annette Hans (rechts), bei der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland für Annette Hans. Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg
  • Hochschulen und Forschung

Bundesverdienstkreuz für Annette Hans

Schafe stehen in Unterkessbach (Baden-Württemberg) auf einer Wiese. (Foto: © dpa)
  • Naturschutz

Einführung einer gekoppelten Tierprämie für Schaf- und Ziegenhaltende

Rathaus Ölbronn-Dürrn
  • Städtebauförderung

Städtebauliche Erneuerung in Dürrn erfolgreich abgeschlossen

Minister Franz Untersteller auf der Biodiversitäts-Tour
  • Klimaschutz

Franz Untersteller zum globalen Botschafter der Under2 Coalition berufen

Masterplan Kultur
  • Kunst und Kultur

Land fördert Kulturveranstaltungen im Freien

Brunnen Stadt Winnenden
  • Städtebauförderung

Städtebauliche Erneuerung in Birkmannsweiler erfolgreich abgeschlossen

Eine Mutter geht mit einem Kinderwagen über einen Zebrastreifen.
  • Verkehr

78 neue Straßenbauprojekte in Förderprogramm

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
  • Landentwicklung

Rund 768.000 Euro für Modernisierung ländlicher Wege

Filmakademie
  • Kunst und Kultur

Filmakademie beteiligt sich an Namibia-Initiative

Schaubild Wasserstoff-Roadmap Baden-Württemberg
  • Energiewende

Zukunftsprogramm Wasserstoff startet

Autos fahren in den Lämmerbuckeltunnel an der Autobahn Stuttgart.
  • Strassenverkehr

Erste Straßentunnel bekommen DAB+-Empfang

Luftbild vom nächtlichen Stuttgart mit Netzstrukturen und technischen Symbolen als Fotocollage für die Informations- und Kommunikationsinitiative „Mobilfunk und 5G“ des Wirtschaftsministeriums.
  • Mobilfunk

Neue Broschüre der Landesregierung informiert zum Thema „Mobilfunk und 5G“

Urban Gardening (Bild: © dpa)
  • Städtebauförderung

Förderprogramm für nichtinvestive Städtebauprojekte 2021 ausgeschrieben

Ein Mann hält  einen Maiskolben vor einem Maisfeld bei Bargau (Ostalbkreis) (Bild: © dpa).
  • Landwirtschaft

Zukunftsweisender Beschluss der Agrarministerkonferenz

Ministerpräsident Markus Söder (l) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im April 2020.
  • Corona-Massnahmen

Söder und Kretschmann fordern konsequente Umsetzung der Notbremse

Ein Student für Bildhauerei arbeitet in einem Atelier an einer Holzskulptur. (Foto: © dpa)
  • Kunst und Kultur

Corona-Stipendien für Künstlerinnen und Künstler

Nationalfahnen der EU-Mitgliedsstaaten sind vor dem Europäischen Parlament in Straßburg aufgezogen. (Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
  • Schülerwettbewerb

Gewinner des 68. Europäischen Wettbewerbs stehen fest

  • Ressourceneffizienz

Förderprogramm ReTech-BW neu aufgelegt

Stadt Korntal-Münchingen
  • Städtebauförderung

Städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Korntal-Stadtmitte II“ in Korntal-Münchingen erfolgreich abgeschlossen

Blick in den Stadtteil Bahnstadt, Heidelberg
  • Städtebauförderung

2,6 Millionen Euro für städtebauliche Erneuerung „Durlach-Aue“ in Karlsruhe

Ein Beamter sitzt an seinem papierlosen Schreibtisch und arbeitet an einer eAkte. (Foto: © dpa)
  • Landesverwaltung

Mit wenigen Klicks zu verständlichen Texten

Ausstellung Körper. Blicke. Macht. in der Kunsthalle Baden-Baden
  • Kunst und Kultur

Land fördert Anlaufstellen für Kulturschaffende

Das Foto zeigt die Icons der Corona-Warn-Apps Luca und die Corona-Warn-App der Bundesregierung, vertreten durch das Robert-Koch-Institut.
  • Coronavirus

Baden-Württemberg setzt auf die Luca-App