Polizei

Gedenken an die im Dienst getöteten Polizeibeamten

Die Polizei Baden-Württemberg trauert. (Bild: Polizei Baden-Württemberg)

Die Polizei Baden-Württemberg gedenkt am 20. November 2022 ihrer im Dienst getöteten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in einer ökumenischen Gedenkfeier in Bruchsal. Das Land erinnert an alle, die ihr Leben ließen, während sie für den Schutz anderer einstanden.

„Die Gedenkfeier für die im Dienst verstorbenen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ist für die Angehörigen der Opfer, für die gesamte Polizeifamilie und auch für mich eine wichtige Tradition des gemeinsamen Erinnerns. Wir gedenken dabei derer, die ihr Leben ließen, während sie für den Schutz der Leben anderer eingestanden sind. Mit unserem Gedenken zeigen wir den Angehörigen der Verstorbenen im Namen der Polizei und des Landes Baden-Württemberg unsere Verbundenheit und versichern ihnen, dass wir das Andenken ihrer und unserer Toten in Ehren halten werden“, sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl mit Blick auf die am 20. November 2022 in Bruchsal stattfindende ökumenische Gedenkfeier für die im Dienst verstorbenen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten.

Gedenkminute am 20. November um 15 Uhr

Alljährlich erinnert die Polizei Baden-Württemberg am Totensonntag mit einer Gedenkfeier an ihre im Dienst getöteten oder tödlich verunglückten Kolleginnen und Kollegen. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs sind dies 84 Menschen, deren Namen zur Erinnerung auf einer Glasstele des Künstlers Raphael Seitz verewigt wurden. Die Stele ist Bestandteil der Veranstaltung und wird als sichtbares Zeichen zur Erinnerung und Mahnung ausgestellt. In diesem Kontext musste zuletzt 2013 der Tod eines Polizeibeamten betrauert werden.

Nachdem die Gedenkfeier in den beiden letzten Jahren infolge der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, kann sie in diesem Jahr am Sonntag, 20. November 2022, um 15 Uhr in der Stadtkirche „Unsere Liebe Frau“ in Bruchsal wieder stattfinden. Neben der Ansprache von Innenminister Thomas Strobl wird die liturgische Handlung von den Polizeiseelsorgern Gregor Bergdolt und Bernhard Metz gestaltet und musikalisch durch ein Ensemble des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg umrahmt. Angehörige der Verstorbenen werden bei der Gedenkfeier erwartet, ebenso auch zahlreiche politische Vertreterinnen und Vertreter aus Bundes- und Landtag sowie Angehörige der Polizei aus dem ganzen Land. Herzlich willkommen bei dieser öffentlichen Veranstaltung sind auch alle Bürgerinnen und Bürger, die ihre Verbundenheit mit den Opfern zum Ausdruck bringen möchten.

Landesweite Schweigeminute

Erneut wird die Polizei Baden-Württemberg das Erinnern an den Tod ihrer Kolleginnen und Kollegen, die im Einsatz gewaltsam ihr Leben lassen mussten, mit einer besonderen Geste zum Ausdruck bringen und zu Beginn der Gedenkfeier landesweit eine Schweigeminute abhalten.

„Wir müssen leider erkennen, dass es für die Polizei keine Routineeinsätze mehr gibt - eine traurige, aber reale Tatsache, die bundesweit festzustellen ist. Unsere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte tragen ein hohes Risiko und sind bereit, sich für die Sicherheit und Freiheit anderer einzusetzen, oft mit ihrer eigenen Gesundheit und manchmal leider auch unter Einsatz ihres Lebens. Ganz besonders brutal wurde uns dies Anfang des Jahres vor Augen geführt, als bei einer vermeintlichen Routinekontrolle eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter des Landes Rheinland-Pfalz im Landkreis Kusel von einem Täter kaltblütig erschossen wurden. Umso mehr verdient der gefahrvolle Schutzauftrag, den unsere Polizei zu erfüllen hat, unser aller Respekt und Anerkennung“, so Innenminister Thomas Strobl.

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