Internet

Fortschritte beim schnellen Internet in Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht bei der deutschlandweiten Inbetriebnahme des leistungsstarken KA-Satelliten am Dienstag (31.05.2011) in Stuttgart (Foto: Eutelsat/Sascha Baumann)

Eine leistungsfähige, flächendeckende Anbindung an schnelles Internet ist für Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort unverzichtbar. Auch der Ländliche Raum muss eine entsprechende Kommunikationsinfrastruktur erhalten.

„Eine leistungsfähige, flächendeckende Anbindung an schnelles Internet ist für Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort unverzichtbar. Auch der Ländliche Raum muss eine entsprechende Kommunikationsinfrastruktur erhalten. Daher wollen wir die Breitbandinitiative Baden-Württemberg fortführen, indem wir sie - gestützt auf die bisherigen Erfahrungen - an den neuen technischen Entwicklungen ausrichten.“ Dies erklärten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Dienstag (31. Mai 2011) anlässlich der deutschlandweiten Inbetriebnahme des leistungsstarken KA-Satelliten in Stuttgart.

Eine flächendeckende Breitbanderschließung des Landes erfordere, so der Ministerpräsident, die Nutzung aller verfügbaren leitungsgebundenen und leitungsungebundenen Techniken. Kupfer- und Glasfaserleitung, Funk und Satellit müssten gemäß ihrer jeweiligen Stärken und der örtlichen Besonderheiten zum Einsatz kommen, um der Nachfrage nach Breitbanddienstleistungen der Wirtschaft und der Privathaushalte gerecht zu werden. Einen wichtigen Baustein in diesem Technologiemix stelle auch der Satellit dar, da er fast jeden Ort erreiche.

Zum Empfang auf der Erde muss zudem keine aufwändige, teure Infrastruktur aufgebaut werden. Der KA-Satellit als derzeit leistungsstärkster Breitband-Satellit stellt den Nutzern bis zu 10 Megabit pro Sekunde (MB/s) im Download und bis zu 4 MB/s im Upload zur Verfügung. Trotz der physikalisch bedingten Verzögerungszeiten bei Versand und Empfang von Dateien können mit diesen beachtlichen Datenraten auch solche Haushalte breitbandig erschlossen werden, die in absehbarer Zeit kaum Chancen auf eine derartige Versorgung hätten.

„Mit seiner Breitband-Initiative ist Baden-Württemberg Impulsgeber. Wir setzen hier auf die Elemente Förderung und Dialog, auf Modellprojekte sowie auf konkrete Maßnahmen, mit denen Ausbauhemmnisse beseitigt werden. Seit Beginn der Förderung des Breitbandausbaus über die Sonderlinie 'Breitbandinfrastruktur Ländlicher Raum' im Jahr 2008 wurden 480 Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von rund 36,5 Millionen Euro bewilligt“, sagte der Minister für Ländlichen Raum. Unter Hinzurechnung der eingesetzten kommunalen Mittel summiere sich der Betrag, den die öffentliche Hand bislang für den Breitbandausbau vor Ort bereitgestellt habe, auf insgesamt weit über 70 Millionen Euro. Die Breitbandinitiative Baden-Württemberg habe viel erreicht: In keinem anderen Flächenland stünden über 75 Prozent der Haushalte bei Bedarf Bandbreiten zwischen 50 MB/s und 100 MB/s zur Verfügung. Damit würden bereits heute die nationalen und europäischen Zielvorgaben übertroffen. Um eine leistungsstarke Breitbandversorgung für das ganze Land zu erreichen, sei allerdings noch viel zu tun. „Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz wird die Breitbandinitiative Baden-Württemberg daher gemeinsam mit allen Partnern weiterentwickeln“, so Bonde.

Der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LFK), Thomas Langheinrich sieht in der neuen Satellitentechnologie gerade für den Ländlichen Raum einen wichtigen Baustein im Technologie-Mix, da Glasfaseranschlüsse mit High Speed Infrastruktur in vielen Gebieten auf Grund der hohen Investitionskosten noch einige Zeit auf sich warten ließen. „Hier ermöglicht der Satellit vielen den schnellen Zugang ins Internet.“ Für die mobile Kommunikation vor allem von Bewegtbild-Angeboten als „wahre Bandbreitenfresser“ setzt der LFK-Präsident auf die Umsetzung neuester Mobilfunktechnik. „Hier erwarten wir vom Ausbau der neuen LTE-Netze im Rahmen der Digitalen Dividende spürbare Fortschritte für den Ländlichen Raum – schließlich haben sich die Mobilfunkanbieter bei der Frequenzvergabe konkret in die Pflicht nehmen lassen.“

LTE ist die Abkürzung für „Long Term Evolution“ und steht für einen neuen technischen Standard im mobilen Internet. Es ist auch als "4G" bekannt.

Clearingstelle „Neue Medien im Ländlichen Raum“

Die Clearingstelle unterstützt seit 2004 den flächendeckenden Breitbandausbau in Baden-Württemberg unter anderem durch kostenlose Beratungsleistungen für Kommunen und durch die fachliche Begleitung der Breitbandinitiative Baden-Württemberg. Folgende Institutionen sind vertreten: Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg; Gemeindetag Baden-Württemberg; Hochschule Furtwangen; Landesanstalt für Kommunikation; Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg; Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Vorsitzender ist Bürgermeister Friedrich Scheerer (Mönchweiler). Weitere Informationen unter: www.clearingstelle-bw.de.

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