Hochschulen

Fachtagung arbeitet Konzepte für mehr Medizinstudienplätze aus

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg, spricht in der Chirurgie mit einem Patienten.

Das Ziel lautet: Zehn Prozent mehr Studienplätze. Das Studium soll sich aber auch qualitativ weiterentwickeln. Um hierfür Konzepte zu erarbeiten, findet in Stuttgart eine Fachtagung mit renommierten Expertinnen und Experten aus dem Bereich Hochschulmedizin statt.

Das Land plant den Ausbau der Medizinstudienplätze um zehn Prozent. Um eine Gesamtstrategie für die Weiterentwicklung des Medizinstudiums zu entwickeln, hat das Wissenschaftsministerium jetzt eine Fachtagung mit renommierten Expertinnen und Experten aus dem Bereich Hochschulmedizin einberufen. „Unser Ziel ist eine flächendeckende und innovative Gesundheitsversorgung in Baden-Württemberg. Der Aufwuchs der Studienplätze darf sich daher nicht nur in Zahlen ausdrücken – es muss auch eine qualitative Weiterentwicklung des Medizinstudiums erfolgen. So werden wir die medizinische Versorgung in Baden-Württemberg langfristig und landesweit auf höchstem Niveau halten“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zu Beginn der Tagung am Freitag den 12. April in Stuttgart. Ein wichtiges Ziel sei die Stärkung der Allgemeinmedizin im Studium.

Die Tagung wird gemeinsam von Ministerin Theresia Bauer und Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha geleitet. „Die neuen Medizinstudienplätze sind ein wichtiger Baustein in unserer Planung, den Nachwuchs für unsere Hausärztinnen und Hausärzte zu gewinnen. Unsere länger lebende Gesellschaft benötigt mehr Ärztinnen und Ärzte, gerade auch für die ambulante Gesundheitsversorgung im Ländlichen Raum“, sagte Sozialminister Lucha zum Auftakt.

An der Tagung nehmen Abgeordnete des Landtags, Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien sowie die ärztlichen Direktoren verschiedener großer Lehrkrankenhäuser und andere Sachkundige teil.

Konzepte zum Ausbau der Studienplätze

Die medizinischen Fakultäten sowie verschiedene Klinika in Baden-Württemberg haben im Vorfeld der Tagung Konzepte zum Ausbau der Studienplätze eingereicht. Im ersten Teil der Veranstaltung haben die Bewerbergruppen die Möglichkeit, ihre Konzepte vorzustellen. Im zweiten Teil werden Maßnahmen und Modelle, die regionale medizinische Versorgung langfristig zu sichern, in einer offenen Diskussionsrunde erörtert. Zudem wird die Gelegenheit gegeben, sich über Möglichkeiten eines intensivierten Engagements großer Lehrkrankenhäuser im Rahmen der regionalen medizinischen Versorgung auszutauschen.

Eine Gruppe renommierter Expertinnen und Experten nimmt an der Vorstellung der Konzepte teil und wird eine Bewertung der vorgelegten Konzepte vornehmen. Das Wissenschaftsministerium wird in Abstimmung mit den anderen Ressorts und unter Berücksichtigung des Expertenvotums dem Kabinett ein Gesamtkonzept zum Ausbau der Medizinstudienplätze vorlegen, das auch einen Vorschlag zu den künftigen Standorten enthält. Ein Kabinettsbeschluss vor der Sommerpause wird angestrebt.