Kunst und Kultur

Bund und Land fördern Nationaltheater Mannheim mit 120 Millionen Euro

Bund und Land fördern Nationaltheater Mannheim mit 120 Millionen Euro

Der Bund und das Land fördern die Generalsanierung des Nationaltheaters Mannheim mit 120 Millionen Euro. Dies schafft die Grundlage, dass die großartige Theatertradition in Mannheim auch in die Zukunft geführt werden kann.

Am Mittwochabend, 26. Oktober 2022, übergaben Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien, und Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, im nahezu leergeräumten Spielhaus am Goetheplatz den Zuwendungsbescheid über die Bundes- und Landesförderung in Höhe von insgesamt bis zu 120 Millionen Euro zur Generalsanierung des Spielhauses an Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Der Bund wird die Generalsanierung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen, das Land Baden-Württemberg mit 40 Millionen.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth sagte: „Das Nationaltheater Mannheim ist ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung, ein Denkmal für das Theater, für die Theaterkultur und für die Theaterarchitektur. Dieses Denkmal gilt es zu schützen, zu erhalten und eine zeitgemäße Nutzung möglich zu machen. Deshalb freue ich mich, dass mein Haus mit 80 Millionen Euro die Stadt Mannheim bei der notwendigen Generalsanierung unterstützt. Damit die erste Heimat von großen Stücken wie Schillers Räuber auch in der Zukunft Theatergeschichte schreiben kann. Denn gerade in diesen Zeiten sind Theater als Orte des Austauschs wichtiger denn je. Sie bringen Menschen zusammen, miteinander ins Gespräch. Theater sind demokratierelevant, sie sorgen dafür, dass sich die Bühnenkunst wieder als treibende Kraft demokratischer Streit- und Verständigungskultur zeigen kann.“

Großartige Theatertradition in die Zukunft führen

Kunstministerin Petra Olschowski betonte: „Das Nationaltheater Mannheim ist ein Haus von ganz besonderer Tradition und Bedeutung für die Stadt, das Land Baden-Württemberg und ganz Deutschland. Sein Einzugsgebiet und seine künstlerische Strahlkraft reichen weit über Mannheim und die Kurpfalz hinaus. Die Förderung der baulichen Sanierung des Nationaltheaters durch den Bund und das Land ist deshalb ein wichtiger Beitrag, um die Grundlage dafür zu schaffen, dass die großartige Theatertradition auch in die Zukunft geführt werden kann.“

Das Theatergebäude am Goetheplatz aus dem Jahr 1957 und die meisten technischen Anlagen sind seit über 60 Jahren im Dauerbetrieb. Durch die Generalsanierung sollen substantielle Mängel behoben sowie seine Funktionsfähigkeit und die Aufenthaltsqualität für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt werden. Herausforderungen des Denkmalschutzes, spezifische Anforderungen des Arbeits- und Brandschutzes, die Komplexität der Baumaßnahme mit integriertem Weltkriegsbunker und Erweiterungsbauten unter dem Goetheplatz wirken sich auf den Umfang der Sanierungsarbeiten maßgeblich aus. Die Unterstützung von Bund und Land bildet daher eine wesentliche finanzielle Basis für ein Projekt dieser besonderen Größenordnung.

Gemeinderatsbeschlüsse über Generalsanierung

Nach Vorlage der Entwurfsplanung und geprüfter Kostenberechnung des interdisziplinären Planungsteams im Frühsommer 2020 entschied der Gemeinderat über die Ausfinanzierung der 287 Millionen Euro umfassenden Generalsanierung des Spielhauses einschließlich der begleitenden Infrastrukturinvestitionen, unter anderem für den Neubau eines Zentrallagers und der vorab durchgeführten Sanierung des Probebühnenzentrums in Neckarau. Diese Gemeinderatsbeschlüsse waren Voraussetzung für den Erhalt der zugesagten Bundes- und Landesmittel.

„Es handelt sich um die höchste Fördersumme, die die Stadt Mannheim je für eine einzelne Baumaßnahme erhalten hat. Mit diesem entscheidenden finanziellen Engagement würdigen Bund und Land die nationale Bedeutung und besondere Stellung des ältesten kommunalen Theaters in Deutschland. Dafür danke ich im Namen der Stadt Mannheim stellvertretend Kulturstaatsministerin Claudia Roth und der baden-württembergischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Petra Olschowski sehr herzlich“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.  

Kulturbürgermeister Michael Grötsch ergänzt: „Die Abstimmungsprozesse mit den Fördergebern zur Umsetzung dieses Großprojekts gestalteten sich äußerst kooperativ und zielorientiert, so dass ein zügiger Fortgang der Planungen möglich war. Für die konstruktive Zusammenarbeit spreche ich auch im Namen der Projektenverantwortlichen im Nationaltheater meinen Dank aus.“   

Das Nationaltheater Mannheim

Das Nationaltheater Mannheim ist das älteste kommunale Repertoiretheater Deutschlands und das größte Vierspartenhaus. Es steht beispielhaft für die kommunal geprägte Theaterlandschaft Deutschlands. Die Idee des Nationaltheaters wurde in Mannheim zum ersten Mal erfolgreich etabliert, die Uraufführung der „Räuber“ und Schillers Mannheimer Rede über die Schaubühne als moralische Anstalt sind wesentliche historische Bezugspunkte des deutschen Theaters. Zahlreiche Uraufführungen und Deutsche Erstaufführungen sowie nationale Preise und Auszeichnungen in den vier Sparten Oper, Schauspiel, Tanz und Junges Nationaltheater sowie der 2012 gegründeten Mannheimer Bürgerbühne belegen beispielhaft die überzeugende Fortführung der Tradition.

Quelle:

Stadt Mannheim / Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg / Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
  • Verwaltung

Neue Leitung des Finanzamts Tuttlingen

Paragraphen-Symbole
  • Corona-Verordnungen

Aktuelle Änderungen der Corona-Verordnungen

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
  • Wohngeld

Digitaler Wohngeldantrag für Kommunen

Ein Zaun steht vor der Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)
  • Antisemitismus

Neue Website zur Deportation der jüdischen Bevölkerung nach Gurs

LGL: Präsident Jakob und künftiger Präsident Ziesel
  • Verwaltung

Neuer Präsident beim LGL

Schüler eines Musikgymnasiums spielen Geige.
  • Schule

Viertes baden-württembergisches Musikgymnasium

Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht. (Foto: © dpa)
  • Innere Sicherheit

Blaulicht-Austausch im Innenministerium

Eine Mitarbeiterin demonstriert im 3D-Druck-Applikationszentrum des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen die Bedienung einer 3D-Druck-Maschine per Tablet. (Foto: © dpa)
  • Innovation

Neue Auswahlrunde der Förderlinie „Spitze auf dem Land!“

Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 24. Januar 2023

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
  • Wohnungsbau

Mehr Sozialwohnungen in Baden-Württemberg

Grafik zur Ausstellung The Creätive House vom 12.1. bis 17.2.2023 in Stuttgart
  • Creätive House

Die neue Welt von Film und Animation im „Animations-Salon“ erleben

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
  • Künstliche Intelligenz

Einrichtungen aus dem Land werden Teil des Netzwerks „AI-Matters“

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
  • Weiterbildung

Land fördert Weiterbildung zu nachhaltiger Bauwirtschaft

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
  • Erneuerbare Energien

Walker begrüßt geplante Was­serstoffleitung durch Europa

An Fahnemasten hängen die Fahne der EU, die französische Fahne und die baden-württembergische Fahne.
  • Europa

Schulen feiern Deutsch-Französischen Tag

Frau am Computer. (Bild: Land Baden-Württemberg)
  • Hochschulen

Fellowships für digitale Hochschullehre

Eine Kuh und ein Kalb laufen über einen Feldweg
  • Naturschutz

Totes Kalb in Oppenau nicht vom Wolf getötet

An Fahnemasten hängen die Fahne der EU, die französische Fahne und die baden-württembergische Fahne.
  • 60 Jahre Élysée-Vertrag

Deutsch-französische Erfolgsgeschichte wach halten

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) steht mit seiner Ehefrau Gerlinde und den Mitgliedern der Landesregierung auf der Bühne und spricht zu den Gästen.
  • Neujahrsempfang

In der Krise zusammenstehen und die Demokratie pflegen

Robert Jakob, Präsident des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung (LGL), und Ministerin Nicole Razavi MdL nehmen per Fernsteuerung die neue SAPOS-Monitorstation in Iffezheim in Betrieb.
  • Geodaten

Vermessungsbehörde liefert hochpräzise Satellitendaten

Legehennen im Freien (Quelle: dpa).
  • Vogelgrippe

Biosicherheitsmaßnahmen auch für kleinere Geflügelhaltungen

Kleinkunstpreis
  • Kunst und Kultur

Land schreibt Kleinkunstpreis 2023 aus

An einem Tisch großen Tisch in einer Kunstwerkstatt arbeiten Künstler an Bildern.
  • Inklusion

Land fördert 22 innovative Inklusionsprojekte

Ministerpräsiedent Winfried Kretschmann gibt in der Bibliothek der Villa Reitzenstein ein Interview.
  • Bundestag

Verbrechen an Eziden als Völkermord anerkannt

Freiflächen-Photovoltaik-Anlage im Solarpark Kuchen
  • Erneuerbare Energien

Land liegt beim Zubau von Photovoltaik auf Platz vier