Radverkehr

Automatische Bike-Garage bringt neue Mobilität voran

Die erste automatische Bike-Garage am Bosch-Standort Reutlingen ist eröffnet. (Bild: Robert Bosch GmbH)
Die erste automatische Bike-Garage am Bosch-Standort Reutlingen ist eröffnet. (Bild: Robert Bosch GmbH)
Die erste automatische Bike-Garage am Bosch-Standort Reutlingen ist eröffnet. (Bild: Robert Bosch GmbH)

Die erste automatische Bike-Garage am Bosch-Standort Reutlingen ist eröffnet. Verkehrsminister Hermann testete die neue Garage, die jetzt für die Beschäftigten von Bosch das Radfahren noch attraktiver machen sollen.

Verkehrsminister Winfried Hermann, Oberbürgermeister Thomas Keck und Jens Fabrowsky, Mitglied des Bereichsvorstandes Automotive Electronics bei der Robert Bosch GmbH, eröffneten am Montag, 5. Oktober 2020, die erste automatische Bike-Garage am Bosch-Standort Reutlingen. Das Land unterstützte den Bau mit Fördergeldern. In der Bike-Garage können auf einer kleinen Grundfläche von 50 Quadratmetern bis zu 122 Fahrräder wettergeschützt und diebstahlsicher auf dem Werksgelände untergebracht werden.

„Ich freue mich sehr, dass sich die Robert Bosch GmbH unter anderem als Ziel gesetzt hat, das Radfahren für ihre Beschäftigten noch attraktiver zu machen. Die Errichtung der Bike-Garage ist innovativ und vielversprechend. Dies ist der richtige Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren betrieblichen Mobilität am Standort Reutlingen, den wir mit unserer Förderung sehr gerne unterstützen“, so Verkehrsminister Winfried Hermann.

eBikes wind- und wetterfest unterbringen

Der Bereich Mobility Solutions von Bosch bündelt seine Kompetenzen in den Domänen Personalisierung, Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. „In Reutlingen hat Bosch einen einzigartigen Vorteil: Durch unser jahrzehntelanges Know-how in der Automobil- und auch in der Halbleiterindustrie können wir gerade im Bereich nachhaltige Mobilität punkten", so Jens Fabrowsky, Mitglied des Bereichsvorstandes des Geschäftsbereichs Automotive Electronics. Derzeit entwickelt das Unternehmen in Reutlingen unter anderem Halbleiter aus Siliziumkarbid, die E-Autos noch mehr Reichweite geben werden. Fabrowsky weiter: „Bosch steht für sichere, nachhaltige und begeisternde Mobilität. Auch Antriebssysteme für eBikes sind mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Angebots. Hier in Reutlingen sind unsere Mitarbeiter mit dem Mobilitätskonzept KuRt gut unterwegs. Wir bieten beispielsweise ein Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr und eBike-Leasing an – und künftig können die eBikes auch in der neuen Bike-Garage wind- und wetterfest untergebracht werden. Ich freue mich, dass das Land Baden-Württemberg uns dabei unterstützt.“

Die Bike-Garage am Standort Reutlingen ist eine von mehreren Maßnahmen, die aus einer umfangreichen und systematischen Untersuchung des Mobilitätsverhaltens und der Mobilitätsbedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH hervorgegangen ist. Eine weitere Bike-Garage ist für das Frühjahr 2021 am Standort Kusterdingen geplant. Das Ministerium für Verkehr unterstützt die beiden Vorhaben im Rahmen des Förderprogramms B2MM „Betriebliches und Behördliches Mobilitätsmanagement“ mit insgesamt 275.000 Euro.

Betriebliches und Behördliches Mobilitätsmanagement

Das Verkehrsministerium hat das Förderprogramm B2MM „Betriebliches und Behördliches Mobilitätsmanagement“ im Oktober 2018 aufgelegt und im Jahr 2020 fortgeführt. Mit dem Förderprogramm unterstützt das Land Behörden und Unternehmen, die nachhaltiger mobil sein wollen, indem sie zum Beispiel ihre Pendlerverkehre auf klimaverträglichere Verkehrsmittel verlagern. Mithilfe der Projektförderung können zunächst Analysen durchgeführt werden sowie Konzepte, Ziele und Maßnahmen erarbeitet werden, mit denen der Personen- und Straßengüterverkehr von und zu Betriebs- beziehungsweise Behördenstandorten vermieden oder auf nachhaltigere Verkehrsträger verlagert wird. Hierfür bietet das Verkehrsministerium eine Förderung für Personalkosten, Analysen, Untersuchungen/Gutachten sowie externer Beratung an. Darüber hinaus können auch investive Maßnahmen gefördert werden, die für die Umsetzung der Konzepte notwendig sind. Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das ein solches Förderprogramm anbietet.

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