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Baden-Württemberg Stiftung
  • 01.03.2018

Weitere 6,8 Millionen Euro für Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur

  • v.l.n.r.: Ralf Fücks, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Christoph Dahl (Foto: © BW Stiftung)

    Bild: © BW Stiftung

Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat weitere Programme für das Jahr 2018 beschlossen. Die Stiftung investiert unter anderem in Maßnahmen, die die Bevölkerung für eine zukunftsfähige Mobilität sensibilisieren sollen. Um Digitalisierung als Querschnittskompetenz erlebbar zu machen, startet das neue Ausstellungsfahrzeug „Discover Digital World“ zur Berufsorientierung. Außerdem wurde die neue Expertenkommission „Sicherheit im Wandel – Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten stürmischer Veränderung“ vorgestellt.

Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat unter Vorsitz von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in seiner Frühjahrssitzung weitere Programme für das Wirtschaftsjahr 2018 beschlossen. In einer zweiten Tranche fließen 6,8 Millionen Euro sowohl in neue Projekte als auch in bestehende Programme aus den drei Bereichen Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur. Insgesamt stehen für das Jahr 2018 41,6 Millionen Euro, inklusive des Budgets der Stiftung Kinderland, zur Verfügung.

„Die Baden-Württemberg Stiftung profiliert sich weiter als Impulsgeber für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes mit Programmen u.a. zur Digitalisierung und Spitzenforschung“, erklärt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die neu initiierte Expertenkommission will Wege aufzeigen, wie der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden kann. „Denn damit wir ein zukunftsfähiges Land bleiben, brauchen wir Menschen, die sich sicher und zugehörig fühlen.“

Expertenkommission „Sicherheit im Wandel“ hat Arbeit aufgenommen

Die Expertenkommission „Sicherheit im Wandel“ hat im Februar 2018 ihre Arbeit aufgenommen. Das Projekt findet in Kooperation mit dem „Zentrum Liberale Moderne“, einem neu gegründeten Think Tank in Berlin, statt. „Auch in Baden-Württemberg sind Menschen angesichts von Digitalisierung, Globalisierung und eines immer schnelleren gesellschaftlichen Wandels verunsichert. Manche haben Angst, abgehängt zu werden. Ich erhoffe mir von der Kommission kluge Antworten, wie wir in Zukunft für Sicherheit, Orientierung und Zugehörigkeit in einer offenen und liberalen Gesellschaft sorgen können“, sagt Kretschmann weiter.

Ziel der Kommission ist es, konkrete Handlungsempfehlungen für politische Akteure zu entwerfen, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken. Schwerpunktthemen sind Innere Sicherheit, die Befähigung des Einzelnen zum souveränen Umgang mit Veränderungen (Bildung und Weiterbildung), Soziale Sicherheit (zukunftsfähige soziale Sicherungssysteme, Teilhabe für alle) und die Rolle öffentlicher Institutionen und der Bürgergesellschaft. „Angesichts der Verunsicherung, die mit wirtschaftlicher Globalisierung, digitaler Revolution und weltweiter Migration einhergeht, brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag“, erklärt Ralf Fücks, der die Expertenkommission leitet. „Innovationsfreude und Sicherheit gehören zusammen. Statt uns gegen den Wandel abzuschotten, müssen wir dafür sorgen, dass alle Schritt halten können“.

Neue Beschlüsse zu Mobilität und digitaler Berufsorientierung

Darüber hinaus beschloss der Aufsichtsrat u.a. Maßnahmen zur Einbeziehung der Zivilgesellschaft im Rahmen der Studie Mobiles Baden-Württemberg. Mit Informations-, Beteiligungs- und Bildungsformaten soll die breite Bevölkerung von den Studienergebnissen erfahren und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Beitrag jedes Einzelnen zur Mobilitätswende aufgezeigt bekommen. Dafür stellt der Aufsichtsrat 0,4 Millionen Euro zur Verfügung.

„Im Rahmen des Programms Coaching4Future wird ein neues Ausstellungsfahrzeug zur Berufsorientierung starten, das Digitalisierung als Querschnittskompetenz erlebbar macht“, erklärt der Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, Christoph Dahl. Er betont: „Fachkräftenachwuchs für digitale Berufe ist unverzichtbar für die Standortsicherung Baden-Württembergs“. Laut dem aktuellen MINT-Nachwuchsbarometer geben 50 Prozent der Lehrkräfte an, sich selbst gar nicht oder unzureichend über das Thema Digitalisierung und Arbeitswelt informiert zu fühlen. Dementsprechend können sie mögliche Berufsbilder und -wege nicht ausreichend an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben“. Das neue Mobil soll ab Januar 2019 die Schulen im Land besuchen.

2,15 Millionen Euro fließen in die fünfte Runde des Programms „Internationale Spitzenforschung“. Dadurch können vier bis fünf Projekte in das Programm aufgenommen werden, in dem baden-württembergische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit renommierten internationalen Kollegen kooperieren. Das treibt zukunftsweisende Forschungsfelder im Land voran und hilft den Forschungseinrichtungen, sich international zu behaupten. Neben zahlreichen Publikationen in angesehenen wissenschaftlichen Zeitungen belegen diverse Patentanmeldungen den Erfolg des Programmes.

Im Bereich Gesellschaft und Kultur wurde die Jugendstudie „Aufwachsen und Alltagserfahrungen von Jugendlichen mit Behinderung“ in Höhe von einer Million Euro beschlossen. Jugendliche mit Behinderung bleiben bislang in der Forschung mit ihren altersspezifischen Belangen unberücksichtigt. Daten zum Freizeitverhalten, zu Freundschaften, Autonomie und Zufriedenheit sollen bundesweit erhoben werden, um erstmalig ein umfassendes Bild vom Aufwachsen von Menschen mit Behinderung im Alter von 13 bis 18 Jahren zu erhalten.

Erfolgreiche Anlagestrategie sorgt für solide Finanzen

Die Baden-Württemberg Stiftung verwaltet ein Vermögen von 2,3 Milliarden Euro und zählt damit zu den größten Stiftungen in Deutschland. Die Finanzierung der für das Jahr 2018 beschlossenen Projekte basiert auf einer soliden Vermögensverwaltung. „Wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet und zuversichtlich, unsere Ziele für das Jahr 2018 zu erreichen. Durch unsere weitsichtige Investitions- und Anlagepolitik ist die Finanzierung der für das Jahr 2018 beschlossenen Projekte sichergestellt“, erklärt der für den Vermögensbereich zuständige Geschäftsführer Walter Leibold.

Baden-Württemberg Stiftung

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.

Mitglieder Expertenkommission „Sicherheit im Wandel – Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten stürmischer Veränderung“ (PDF)

Beschlüsse der Aufsichtsratssitzung (PDF)

Baden-Württemberg Stiftung

Quelle: Baden-Württemberg Stiftung



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