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Artenschutz
  • 13.12.2017

Grenzüberschreitende Paradiese für Vögel, Kröten, Libellen und Co.

  • Renaturierungsarbeiten an einem Kleingewässer (Bild: © Dominic Tinner)

    Bild: © Dominic Tinner

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  • Schilf und Wasserlinsen an einem Kleingewässer (Bild: © Christine Kewes)

    Bild: © Christine Kewes

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Der Artenschutz kennt keine Ländergrenzen. Daher fördert das Programm „Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“ mit rund 500.000 Euro ein grenzüberschreitendes Projekt zur Sanierung, Erhalt und Pflege von Kleingewässern in der Bodenseeregion. Die kleinen, meist stehenden Gewässer sind bedeutende Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

Kleingewässer sind selten oder wenig durchströmte, flächige Wasseransammlungen
natürlichen oder künstlichen Ursprungs mit einer Fläche von maximal einem Hektar. Sie bilden einen einzigartigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

An und in Kleingewässern können sich je nach Größe, Tiefe und Wasserschwankungen spezielle Pflanzengesellschaften entwickeln. Aber nicht nur untereinander, sondern auch mit der Tierwelt bilden sich an Kleingewässern wertvolle Lebensgemeinschaften. Viele Libellenarten und Amphibien benötigen für ihre Eiablage unterschiedliche Pflanzenstrukturen und Wuchsformen wie Schilfrohr, Schwimmblätter oder Unterwasserrasen. Die Röhricht genannte Pflanzengesellschaft im Flachwasser- und Uferrandbereich ist außerdem ein unverzichtbarer Lebensraum für viele Vögel. Kleingewässer sind deshalb für viele Arten von besonderer Bedeutung. Aber nicht nur Einzelgewässer, auch deren Vernetzung ist sehr wichtig. Tiere und Pflanzen können sich oftmals nur in einem bestimmten Radius bewegen. Die Entfernung zwischen Gewässern und das Vorhandensein von „Trittsteinbiotopen“, etwa in der Form von Kleingewässern sind daher entscheidende Faktoren, um Populationen vieler Arten zu fördern und zu schützen.

Netzwerk für Pflanzen, Tiere und Menschen

Kleingewässer sind in den letzten Jahren jedoch immer seltener geworden. Ihr Vorkommen wird durch zunehmende landwirtschaftliche Intensivierung und Siedlungsentwicklung sowie durch Entwässerung und übermäßige Entnahme von Wasser stark dezimiert. Auch fehlen die natürlichen dynamischen Prozesse, so dass verlandete Kleingewässer durch regelmäßige Pflege erhalten oder durch Neuanlage immer wieder neu geschaffen werden müssen.

Das Projekt „Kleingewässer für die Bodenseeregion – Netzwerk für Artenvielfalt und Umweltbildung“ setzt genau an dieser Problematik an. Es hat sich zum Ziel gesetzt durch Pflege und Sanierung von Kleingewässern in der Bodenseeregion mindestens 60 Kleingewässer neu anzulegen oder zu sanieren. Das Projekt will zudem das grenzüberschreitende Netzwerk von Expertinnen und Experten sowie Aktiven stärken. Dabei soll auch die Bevölkerung eingebunden werden. Dazu soll es mindestens 80 Veranstaltungen und Exkursionen für Kinder und Erwachsene, Presse und örtlichen Entscheidungsträgern geben.

Interreg fördert das Projekt mit rund 500.000 Euro.

Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein

Bodensee-Stiftung: Kleingewässer für die Bodenseeregion. Führungen und Exkursionen.


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