Kunst und Kultur

Abschlussveranstaltung „Digitale Wege ins Museum“

Eine Mitarbeiterin der Kunsthalle Mannheim steht im Atrium vor der digitalen Monitor-Wand „Collection Wall“ und betrachtet ein Kunstwerk. Auf dem Touchscreen können Besucher interaktiv einen Blick in die Sammlung und auch ins sonst verborgene Depot werfen (Bild: picture-alliance/Uwe Anspach/dpa).

Mit dem Programm „Digitale Wege ins Museum II“ unterstützt Baden-Württemberg seine Museen aktiv bei der Gestaltung der digitalen Zukunft. Am Donnerstag, 3. Dezember 2020, findet die Online-Abschlusstagung zum Förderprogramm des Kunstministeriums statt. Die Landesmuseen und das Zentrum für Kunst und Medien präsentieren ihre Projektergebnisse und teilen ihre Erfahrungen.

Mit dem Programm „Digitale Wege ins Museum“ macht das Kunstministerium seine Museen fit für die digitale Zukunft. Seit 2017 werden die Landesmuseen und das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) mit insgesamt rund vier Millionen Euro bei der Entwicklung und Realisierung digitaler Vermittlungsprojekte und Digitalstrategien gefördert und dabei seit 2018 von der MFG Medien- und Filmgesellschaft inhaltlich begleitet. Bei der Online-Abschlusstagung „Digitale Wege ins Museum: Einblicke und Ausblicke“ am Donnerstag, 3. Dezember, geben die teilnehmenden Häuser Einblicke in ihre Projekte und teilen zentrale Ergebnisse und Erfahrungswerte.

Museen in die digitale Zukunft begleiten

„Museen in Baden-Württemberg haben in den letzten Jahren in Sachen Digitalität einen erheblichen Schritt nach vorn gemacht. Mit der Förderung des digitalen Wandels in den Häusern tragen wir auch dazu bei, Kunst und Kultur im Land für alle erlebbar zu machen“, sagt Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. „Es freut mich, dass die Museen im Rahmen unserer Online-Tagung die vorbildlichen digitalen Vermittlungsprojekte und Strategiekonzepte, die sie im Rahmen unseres Förderengagements entwickelt haben, vorstellen werden.“

„Auf dem Weg in die digitale Zukunft konnten wir die Museen im Programm ‚Digitale Wege ins Museum II‘ durch individuell konzipierte Workshops und Webinare begleiten, die von namhaften Expertinnen und Experten abgehalten wurden“, ergänzt Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg.

Online-Abschlusstagung mit Präsentationen und Diskussion

Die Online-Abschlusstagung zu „Digitale Wege ins Museum II“ reflektiert und analysiert die zurückliegenden Jahre, blickt aber auch in die Zukunft: Vor welchen Herausforderungen standen die teilnehmenden Museen während der Projektphase? Welche Chancen eröffnen sich ihnen heute?

Die Tagung startet um 9 Uhr mit einem Statement von Staatssekretärin Petra Olschowski. Den inhaltlichen Auftakt bilden anschließend zwei Impulsvorträge: „Jenseits des Digitalen Museums: Neuerfindung des Naturkundemuseums für das biologische Jahrhundert“ von Prof. Dr. Michael J. Gorman, Gründungsdirektor BIOTOPIA Naturkundemuseum Bayern, und „Remixen, Hacken, Öffnen – Kann die Kultur der Digitalität unsere Museumspraxis verändern?“ der Museologin Franziska Mucha. Es folgen ein Gesamtüberblick über das Förderprogramm des Kunstministeriums und die Begleitung der Museen durch die MFG Baden-Württemberg sowie die Präsentation der Projektergebnisse durch die teilnehmenden Häuser. Den Abschluss bildet ein Diskussionspanel mit Museumsvertretern und Expertinnen, das sich über Zukunftsperspektiven für die eingeschlagenen digitalen Wege austauscht. Eine Anmeldung für die Tagung ist nicht erforderlich. Der Stream wird auf der Website der MFG Baden-Württemberg übertragen.

Werkstattgespräche mit Projektverantwortlichen

Im Anschluss an den Tagungsteil finden Werkstattgespräche mit einigen Projektverantwortlichen der am Förderprogramm beteiligten Museen statt. Diese richten sich an Vertreterinnen und Vertreter von Museen und anderen Kultureinrichtungen. In kleiner Runde teilen die Projektverantwortlichen Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projektverlauf, beantworten die Fragen der Teilnehmenden und ermöglichen einen direkten Austausch.

Jeweils von 14 bis 14:45 Uhr und von 15 bis 15:45 Uhr werden zweimal vier verschiedene Themen angeboten:

  • Agiles Arbeiten mit externen Partnern
  • Jenseits der Disziplinen: Bedingungen für erfolgreiche, bereichsübergreifende Zusammenarbeit
  • Game-Design-Entwicklung am Beispiel von „NatureWorld“
  • Wie werden wir kommunizieren? Ein Werkstattgespräch zur Zukunft der Museumskommunikation

Für die Werkstattgespräche ist eine Anmeldung erforderlich. Für beide Zeiträume können Interessierte jeweils ein Thema wählen und somit an zwei verschiedenen Werkstattgesprächen teilnehmen. Im Anschluss findet um 16 Uhr ein kurzes gemeinsames Wrap-up statt.

Digitaler Vermittlungsprojekte und Digitalstrategien

„Digitale Wege ins Museum“ ist das wichtigste Förderprogramm des Kunstministeriums für Museen im Rahmen von digital@bw. Seit 2017 werden in zwei Förderrunden die Landesmuseen und das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien mit insgesamt rund vier Millionen Euro bei der Entwicklung und Realisierung digitaler Vermittlungsprojekte und Digitalstrategien gefördert und dabei seit 2018 von der MFG Baden-Württemberg begleitet.

An der zweiten Runde des Programms sind alle Landesmuseen und das ZKM beteiligt: Archäologisches Landesmuseum, Badisches Landesmuseum, Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Landesmuseum Württemberg, Linden-Museum Stuttgart, Staatsgalerie Stuttgart, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart, TECHNOSEUM und das Zentrum für Kunst und Medien.

Medien- und Filmgesellschaft: Digitale Wege ins Museum II

Medien- und Filmgesellschaft:Übersicht der geförderten Projekte

Quelle:

MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg