Minderheit

Zusammenarbeit mit den deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und Daniel Strauß (r.)
Gruppenbild anlässlich der konstituierenden Sitzung des Rats für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg am 29. Juli 2014 in Mannheim (Foto: Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e.V.)
Staatssekretärin Theresa Schopper (4.v.r.) mit den Mitgliedern des Rats für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma
Gruppenbild mit Staatssekretärin Theresa Schopper (vorne Mitte) anlässlich der fünften Sitzung des Rates für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg am 19. Oktober 2017 in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Staatsministerin Theresa Schopper (l.) und Daniel Strauß (r.), Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)

Die Landesregierung stärkt die im Land lebende Minderheit der Sinti und Roma. Deshalb hat sie einen Staatsvertrag mit den deutschen Sinti und Roma geschlossen. Durch den Vertrag erkennt das Land die Sinti und Roma offiziell als Minderheit an. Ein gemeinsames Gremium bringt außerdem die zukünftige Zusammenarbeit weiter voran.

In Deutschland leben vier anerkannte nationale Minderheiten: die deutschen Dänen, die friesische Volksgruppe, die Sorben und Wenden sowie die deutschen Sinti und Roma. Allen gemeinsam ist, dass sie eine eigene Sprache, Kultur und Geschichte besitzen und schon seit Jahrhunderten in Deutschland heimisch sind.

Es ist Aufgabe der Länder, für die auf ihrem Gebiet lebenden Minderheiten geeignete Bedingungen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, ihre Kultur und Sprache zu erhalten sowie ihre Identität zu wahren. Für Baden-Württemberg bedeutet dies, dass es eine besondere Verantwortung für die im Land lebenden deutschen Sinti und Roma besitzt.

Deshalb hat das Land 2013 den damals deutschlandweit ersten Staatsvertrag mit den deutschen Sinti und Roma abgeschlossen. Mit dem Vertrag hat Baden-Württemberg die deutschen Sinti und Roma in einem offiziellen, durch den Landtag einstimmig mit Gesetzeskraft versehenen Akt als nationale Minderheit in Baden-Württemberg anerkannt und gewürdigt. Dieser erste Staatsvertrag wurde zunächst auf fünf Jahre geschlossen. Die Landesregierung und die Vertreter der Minderheit waren sich am Ende der fünf Jahre einig, dass der Staatsvertrag wesentlich zur Verbesserung der Situation der Minderheit im Land beigetragen und gegenseitiges Vertrauen geschaffen hat. Deshalb wurde am 14. November 2018 ein neuer Vertrag unterzeichnet, der die begonnene Arbeit für die nächsten fünfzehn Jahre fortsetzen wird.

Rat für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma

Mit dem Staatsvertrag wurde ein „Rat für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg“ geschaffen. Die Koordinierungsstelle des Rates ist im Staatsministerium angesiedelt, Staatsministerin Theresa Schopper ist Koordinatorin des Rates.

In dem mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg, der Landesregierung, des Landtags und der kommunalen Landesverbände besetzten Gremium geht es um die Gestaltung der gemeinsamen Zukunft. Hierzu gehören neben dem würdigen Gedenken und der Erinnerung an die gemeinsame Geschichte die Anerkennung von Sinti und Roma in ihrer Vielfalt und die Förderung ihrer Kultur. Dass Staat und nationale Minderheit diese Aufgaben auf Augenhöhe angehen, ist ein Novum in der Landesgeschichte von Baden-Württemberg.

Der Rat dient als gemeinsame Plattform, in dem alle die Sinti und Roma im Land betreffenden Angelegenheiten besprochen, Informationen gebündelt und vernetzt sowie gemeinsame Empfehlungen erarbeitet werden können. Die Koordinierungsstelle des Rates ist im Staatsministerium angesiedelt.

Staatsministerin Theresa Schopper (l.) und Daniel Strauß (r.), Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Minderheiten

Staatsvertrag mit Landesverband der Deutschen Sinti und Roma unterzeichnet

v.l.n.r.: Corina Crețu, EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Staatsministerin Theresa Schopper, die bulgarische Tourismusministerin Nikolina Angelkova und Botschafterin Sibylle Katharina Sorg (Auswärtiges Amt) (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Donauraum

590.000 Euro für Projekte mit Bezug zur EU-Strategie für den Donauraum

Dr. Michael Blume
  • Antisemitismus

„Antisemiten bedrohen uns alle“

Ministerin Theresia Bauer im Gespräch (Foto: © Jan Potente)
  • Gedenken

75. Jahrestag der Deportation von Sinti und Roma aus Baden-Württemberg

Gruppenbild mit Staatssekretärin Theresa Schopper (vorne Mitte) anlässlich der fünften Sitzung des Rates für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg am 19. Oktober 2017 in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
  • Minderheiten

Land will Sinti und Roma weiter unterstützen

Staatssekretärin Theresa Schopper (l.) und Peggy Schmihing (r.) (Foto: Stadtarchiv Ulm/S.Tschaffon)
  • Auszeichnung

Verdienstkreuz am Bande für Peggy Schmihing

Staatssekretärin Theresa Schopper (4.v.r.) mit den Mitgliedern des Rats für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma anlässlich der vierten Sitzung am 23. Februar 2017 in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
  • Minderheiten

Vierte Sitzung des Rates für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma

Ministerin Öney beim Besuch des Romabüros in Mannheim
  • Sinti und Roma

Internationaler Tag der Roma

Blick  von Sremska Kamenica auf Novi Sad in Serbien (Bild: flickr.com; Filip Knežić, CC BY).
  • Mütterzentren

Hilfe für romastämmige Frauen und ihre Familien in Serbien und Bulgarien

Ministerin Silke Krebs (r.) und der Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, Daniel Strauß (l.)
  • Minderheitenschutz

Ein Jahr Staatsvertrag mit Sinti und Roma

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (3.v.r.) spricht im ehemaligen Kloster in Weingarten mit Flüchtlingen. (Foto: dpa)
  • Flüchtlinge

Ministerpräsident Kretschmann trifft sich mit Flüchtlingsorganisationen

Gruppenbild anlässlich der konstituierenden Sitzung des Rats für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg am 29. Juli 2014 in Mannheim (Foto: Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e.V.)
  • Politik der Vielfalt

Konstituierende Sitzung des Rats für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und Daniel Strauß (r.) unterzeichnen den Staatsvertrag
  • Minderheitenschutz

Staatsvertrag mit Sinti und Roma unterzeichnet

Ministerin Silke Krebs (2.v.l.) und Daniel Strauß (2.v.r.), Vorsitzender des Verbands Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Baden-Württemberg e.V., im Gespräch
  • Minderheitenschutz

Land bringt Staatsvertrag mit Sinti und Roma auf den Weg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.) und Daniel Strauß (l.), Vorsitzender des Verbands Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Baden-Württemberg e.V.
  • Gedenkfeier

70. Jahrestag der Deportation von Sinti und Roma aus Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (2.v.r.) am 10. Mai 2012 in der Villa Reitzenstein in Stuttgart mit einer Delegation des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma
  • Bevölkerung

Kretschmann trifft Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma

Das Staatsministerium in der Villa Reitzenstein (Parkansicht)
  • Kontakt

Koordinierungsstelle Rat für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg

 

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