Pressemitteilung

Erinnerungskultur
  • 26.03.2018

Konzentrationslager-Gedenkstätten mit Europäischem Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet

  • Eine Deutsche Schülergruppe steht vor dem Eingang zum Konzentrationslager Natzweiler – Struthof in den elsässischen Vogesen (Bild: © dpa).

    Quelle: © dpa

Die baden-württembergischen Gedenkstätten an den Außenlagerstandorten des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof haben das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. Das Siegel ist auch eine Auszeichnung für die jahrelange Arbeit der ehrenamtlich Engagierten in den Gedenkstätten.

Die zwölf baden-württembergischen Gedenkstätten an den Außenlagerstandorten des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof wurden mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. Die Gedenkstätten der Außenlagerstandorte, des Hauptlagerstandortes und zwei weiterer Außenlager auf französischem Staatsgebiet erhielten die Auszeichnung für die gemeinsame grenzüberschreitende Vermittlungsarbeit. Die Verleihungszeremonie fand im bulgarischen Plovdiv statt.

„Die Auszeichnung mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel zeigt die immense Bedeutung der Gedenkstättenarbeit für die Völkerverständigung und die Stärkung gemeinsamer Werte in Europa. Sie erkennt in wunderbarer Weise die großartige Vermittlungsarbeit an, die seit vielen Jahren in den Gedenkstätten geleistet wird. Ich danke den vielen ehrenamtlich Engagierten an den Standorten der ehemaligen baden-württembergischen Außenlager. Das Siegel ist eine Auszeichnung für ihr jahrzehntelanges Wirken“, betonte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Verleihung.

Gedenkstätten wollen sich noch enger vernetzen

Am Antragsverfahren waren auf baden-württembergischer Seite neben dem Wirtschaftsministerium der im Wesentlichen ehrenamtlich getragene Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler, die Landeszentrale für politische Bildung und das Landesamt für Denkmalpflege beteiligt, auf französischer Seite das Kulturministerium, das Ministerium der Streitkräfte sowie das Europäische Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers am Hauptlager-Standort Natzweiler-Struthof. „Ich möchte allen Beteiligten, die am Antragsverfahren mitgewirkt haben, meinen Dank aussprechen. Nur durch die hervorragende grenzüberschreitende Zusammenarbeit war der gemeinsame Antrag schließlich von Erfolg gekrönt“, so die Ministerin weiter.

In den kommenden Jahren wollen sich die ausgezeichneten Gedenkstätten noch enger vernetzen und die europäische Dimension der Lagerstandorte verstärkt in den Fokus rücken. Geplant sind unter anderem ein gemeinsames Internetportal, grenzüberschreitende Vermittlungsprojekte insbesondere für Schulklassen und das mehrsprachige Angebot an den Standorten zu erweitern. Das Netzwerk der damaligen Natzweiler-Lager beiderseits des Rheins soll in Europa bekannter und die grenzübergreifende Erinnerungs- und Friedensarbeit der heutigen Gedenkstätten nachhaltig verankert werden.

Das Europäische Kulturerbe-Siegel

Mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel werden Stätten ausgezeichnet, die einen bedeutenden symbolischen europäischen Wert haben und die die gemeinsame Geschichte Europas, den Aufbau der Europäischen Union sowie die europäischen Werte und die Menschenrechte hervorheben, welche das Fundament der europäischen Integration bilden.

Von den 25 Bewerbern im aktuellen Auswahlverfahren haben neun Stätten das Siegel zuerkannt bekommen. Damit steigt die Zahl der mit dem Siegel ausgezeichneten europäischen Stätten auf insgesamt 38.

Europäische Kommission: Neun historische Stätten sollen Europäisches Kulturerbe-Siegel erhalten

Europäische Kommission: Das Europäische Kulturerbe-Siegel

Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler e. V.

Europäisches Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers


Kontakt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Neuen Schloss in Stuttgart (Quelle: Landesmedienzentrum)

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Schlossplatz 4
70173 Stuttgart

Bürgerreferent:

Zur Ministerien-Webseite

Porträt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Mehr

Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (Bild: © dpa)
Start-up BW

Newsletter

Immer auf dem neuesten Stand

Fußleiste