Pressemitteilung

Auszeichnung
  • 01.02.2017

Kanzlerin Merkel erhält Bolz-Preis für humanitäres Engagement

v.l.n.r.: Kardinal Reinhard Marx, Stephan Neher, Oberbürgermeister von Rottenburg, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gebhardt Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Für ihre Flüchtlingspolitik und den Einsatz um die humanitären Werte in der Europäischen Union hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in Stuttgart den Eugen-Bolz-Preis erhalten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kirchenvertreter würdigten das Engagement der Kanzlerin.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Kanzlerin Angela Merkel die Unterstützung der baden-württembergischen Landesregierung in der Flüchtlingspolitik zugesichert. Merkel habe in einer Extremsituation im Sommer 2015 Tausenden in Osteuropa gestrandeten Flüchtlingen aus einer menschenunwürdigen Lage geholfen, sagte er bei der Verleihung des Eugen-Bolz-Preises für Zivilcourage an Merkel in Stuttgart. „Das war Ausdruck einer humanitären Haltung.“ Dabei habe die Kanzlerin auch gegen größte Widerstände das Recht auf Asyl für politisch Verfolgte verteidigt.

Kretschmann und Kirchenvertreter würdigten Engagement der Kanzlerin

Auch Kirchenvertreter würdigten Merkel bei der Preisverleihung. Zwar meinte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, in seiner Rede, dass er nicht immer alle Positionen der Politikerin habe ganz teilen können. Er lobte aber ausdrücklich Merkels christlichen Glauben als Grundlage ihrer Politik. Merkel habe in einer kritischen Phase Europas ein wichtiges Zeichen für Humanität gesetzt und in der Politik ein Beispiel christlicher Nächstenliebe gegeben, sagte der Geistliche.

Der Bolz-Preis sei ein klares Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit und Verfälschung historischer Fakten, sagte der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst. Er hob hervor, dass sich Merkel mit innerer Kraft und Mut gegen ausgrenzenden Nationalismus und gegen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland gestellt habe. „Ihr Eintreten für die Menschen auf der Flucht wurde zum Impuls für unzählige Bürgerinnen und Bürger, solidarisch humanitäre Hilfe zu leisten.“

Merkel mahnt Courage und Solidarität in Europa an

In ihrer Dankesrede mahnte Merkel Courage und Solidarität in Europa an, um sich den Herausforderungen zu stellen. „Europa ist nur so stark, wie wir es zusammenhalten können“, sagte sie.

Die Auszeichnung erinnert an den früheren württembergischen Staatspräsidenten und Widerstandskämpfer Bolz, der 1945 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Die in unregelmäßigen Abständen für Zivilcourage und demokratische Gesinnung verliehene Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert. Bisherige Preisträger waren etwa der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof und der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel.

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Eugen-Bolz-Stiftung

Quelle: dpa/lsw


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